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Selbst gesammelte Pilze bringen meist etwas mehr mit nach Hause als nur ihr köstliches Aroma. Erde, Moos, Nadeln und andere Rückstände aus dem Wald gehören vor der Zubereitung gründlich entfernt.
Am besten kontrollieren und putzen Sie die Pilze möglichst zeitnah nach dem Sammeln. Entfernen Sie zunächst groben Schmutz mit einem kleinen Messer, einer weichen Bürste oder einem trockenen Tuch. Trockene oder beschädigte Stellen können Sie abschneiden. Bei größeren Pilzen lässt sich der Stiel bei Bedarf ebenfalls kürzen.
Stark verschmutzte Pilze können Sie kurz unter fließendem Wasser abspülen. Vermeiden Sie jedoch ein langes Einweichen, da Pilze Wasser aufnehmen können. Das wirkt sich besonders beim anschließenden Braten auf die Konsistenz und die Röstaromen aus.
Nach dem Abspülen sollten Sie die Pilze deshalb gründlich abtrocknen und möglichst direkt weiterverarbeiten.
Tipp: Gerade Pfifferlinge können durch Erde und Waldreste stark verschmutzt sein. Nehmen Sie sich hier etwas Zeit und kontrollieren Sie jeden Pilz einzeln.
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Eine große Pfanne mit gebratenen Pilzen gehört zu den Klassikern der Pilzsaison. Ob Pfifferlinge mit Zwiebeln und Petersilie, gebratene Steinpilze mit Butter oder eine gemischte Pilzpfanne – beim Braten entwickeln Pilze besonders intensive Röstaromen.
Damit die Pilze schön gebräunt und nicht weich und wässrig werden, kommt es vor allem auf die richtige Hitze und genügend Platz in der Pfanne an.
Warum sollten Pilze nicht zu dicht liegen? Beim Erhitzen geben Pilze Wasser ab. In einer überfüllten Pfanne kann die Flüssigkeit nicht schnell genug verdampfen. Die Pilze dünsten dann eher, anstatt schöne Röstaromen zu entwickeln.
Butter, Petersilie, Thymian und Knoblauch passen besonders gut zu gebratenen Pilzen. Ein kleiner Spritzer Zitronensaft kann das intensive Aroma zusätzlich abrunden.
Die verschiedenen Speisepilze unterscheiden sich in Geschmack und Konsistenz – und genau das macht eine gemischte Pilzpfanne besonders interessant.
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Sie möchten Ihre Pilzausbeute einmal anders zubereiten? Auch im Airfryer lassen sich Pilze unkompliziert und mit wenig Fett zubereiten. Die heiße Umluft sorgt für eine schön geröstete Oberfläche.
Für etwa 250 g vorbereitete Pilze:
Die genaue Garzeit hängt von der Pilzart, der Größe der Stücke und dem jeweiligen Gerät ab. Achten Sie darauf, den Korb nicht zu voll zu machen. Je mehr Platz die Pilze haben, desto besser können sie rösten.
Lesen Sie hier weiter: Airfryer Guide: Tipps, Rezepte, Garzeiten & Reinigung
Eine besonders gute Möglichkeit, die Pilzsaison zu verlängern, ist das Trocknen. So müssen Sie einen gut gefüllten Pilzkorb nicht innerhalb weniger Tage verarbeiten und können das Aroma Ihrer gesammelten Pilze noch lange genießen.
Zum Trocknen eignen sich vor allem aromatische Pilze wie Steinpilze. Auch andere geeignete Speisepilze können auf diese Weise haltbar gemacht werden.
Ein Dörrautomat ist besonders praktisch, wenn Sie regelmäßig größere Mengen Pilze trocknen möchten. Die Pilze werden dabei gleichmäßig und kontrolliert getrocknet.
Die genaue Dauer lässt sich nicht pauschal angeben. Größe, Dicke und Wassergehalt der Pilze spielen ebenso eine Rolle wie das verwendete Gerät.
Auch ohne Dörrautomat können Sie Pilze trocknen. Verteilen Sie die vorbereiteten Pilzscheiben auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech und trocknen Sie sie bei niedriger Temperatur. Lassen Sie die Backofentür einen Spalt geöffnet, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
Wichtig: Unabhängig von der Methode müssen die Pilze vollständig durchgetrocknet sein. Bereits verbliebene Feuchtigkeit kann die Haltbarkeit beeinträchtigen und zur Schimmelbildung führen.
Lassen Sie die getrockneten Pilze vollständig auskühlen und bewahren Sie sie anschließend trocken, dunkel und luftdicht auf. Ein gut verschlossenes Glas eignet sich dafür besonders gut.
Kontrollieren Sie die Pilze vor der Verwendung auf Feuchtigkeit oder Veränderungen. Sobald sie feucht werden oder Anzeichen von Schimmel zeigen, sollten sie nicht mehr verwendet werden.
Getrocknete Pilze sind nicht nur lange haltbar, sondern auch besonders aromatisch. Beim Trocknen intensiviert sich ihr Geschmack, weshalb schon kleine Mengen ausreichen, um Gerichten mehr Tiefe zu verleihen.
Getrocknete Pilze können Sie beispielsweise:
Für viele Gerichte werden getrocknete Pilze zunächst in Wasser eingeweicht. Das aromatische Einweichwasser können Sie anschließend ebenfalls verwenden. Gießen Sie es vorher vorsichtig durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter, um eventuell verbliebene Sand- oder Schmutzpartikel zu entfernen.
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Nicht jede Pilzwanderung endet mit genau der Menge, die Sie am selben Tag verarbeiten können. Wenn der Pilzkorb besonders gut gefüllt ist, können Sie einen Teil der Ausbeute einfrieren und später verwenden.
Für die beste Qualität sollten Pilze nicht einfach roh und unvorbereitet eingefroren werden. Bereiten Sie sie stattdessen zunächst vor und frieren Sie sie anschließend portionsweise ein.
Portionen sind besonders praktisch, da Sie später genau die Menge entnehmen können, die Sie für ein Gericht benötigen.
Beim Auftauen können Pilze etwas weicher werden und Flüssigkeit verlieren. Für Suppen, Soßen, Eintöpfe und andere warme Gerichte eignen sie sich trotzdem hervorragend. Je nach Rezept können Sie die gefrorenen Pilze auch direkt weiterverarbeiten.
Der alte Ratschlag, Pilze dürften grundsätzlich nicht wieder aufgewärmt werden, ist überholt. Entscheidend ist vielmehr, wie das Pilzgericht nach der Zubereitung gelagert wird.
Wenn nach dem Abendessen noch etwas von der Pilzpfanne oder Pilzsoße übrig ist, sollten Sie das Gericht möglichst schnell abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren. Reste sollten zeitnah gegessen und beim Aufwärmen gründlich erhitzt werden.
Beim Aufwärmen sollten Pilzgerichte vollständig heiß werden. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt, Speisen beim Wiedererwärmen für mindestens zwei Minuten auf 70 °C zu erhitzen.
Wichtig: Lassen Sie zubereitete Pilzgerichte nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen und wärmen Sie möglichst nur die Menge auf, die Sie direkt essen möchten.
Bevor es an die Zubereitung geht, steht beim Pilzesammeln die sichere Bestimmung an erster Stelle. Sammeln Sie nur Pilze, die Sie eindeutig als essbar erkennen. Einige giftige Pilze können essbaren Arten sehr ähnlich sehen.
Wenn Sie sich bei einem Pilz nicht sicher sind, lassen Sie ihn stehen. Bei Unsicherheit können Sie Ihre Funde von einer Pilzberatungsstelle kontrollieren lassen.
Auch beim Transport spielt die richtige Aufbewahrung eine Rolle. Ein luftiger Pilzkorb ist dafür besser geeignet als eine geschlossene Plastiktüte. So können die Pilze nach dem Sammeln nicht so leicht schwitzen und Druckstellen werden vermieden.
Am besten verarbeiten Sie Ihre Pilze möglichst zeitnah nach dem Sammeln. So bleiben Aroma, Konsistenz und Qualität optimal erhalten.
Die Pilzsaison ist kurz – mit der richtigen Zubereitung und Lagerung lässt sich die Ausbeute aber weit darüber hinaus genießen.
So wird aus einem erfolgreichen Tag im Wald nicht nur ein leckeres Abendessen, sondern gleich ein kleiner Vorrat für die kommenden Wochen und Monate.
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