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Inspiration/Ratgeber/Pilze zubereiten und haltbar machen: Tipps für die Pilzsaison
Verschiedene frische Pilze und ein Pilzmesser auf einem Holzbrett mit einem pilzgemusterten Leinensack im Hintergrund.

Pilze zubereiten und haltbar machen: Tipps für die Pilzsaison

Wenn im Spätsommer und Herbst die Pilzsaison beginnt, zieht es viele in den Wald. Mit etwas Glück kommt man mit einem gut gefüllten Pilzkorb nach Hause – mit aromatischen Pfifferlingen, Steinpilzen, Maronen oder anderen Speisepilzen. Doch was macht man mit der gesammelten Ausbeute, wenn der Korb voller ist als erwartet? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Pilze richtig putzen und zubereiten und was Sie mit überschüssigen Pilzen machen können. Erfahren Sie, wie Sie Pilze braten, im Airfryer zubereiten, trocknen oder einfrieren und worauf Sie beim Aufwärmen von Pilzgerichten achten sollten.
Donnerstag, 10. September 2026
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Pilze putzen: So bereiten Sie sie richtig vor

Selbst gesammelte Pilze bringen meist etwas mehr mit nach Hause als nur ihr köstliches Aroma. Erde, Moos, Nadeln und andere Rückstände aus dem Wald gehören vor der Zubereitung gründlich entfernt.

Am besten kontrollieren und putzen Sie die Pilze möglichst zeitnah nach dem Sammeln. Entfernen Sie zunächst groben Schmutz mit einem kleinen Messer, einer weichen Bürste oder einem trockenen Tuch. Trockene oder beschädigte Stellen können Sie abschneiden. Bei größeren Pilzen lässt sich der Stiel bei Bedarf ebenfalls kürzen.

Darf man Pilze waschen?

Stark verschmutzte Pilze können Sie kurz unter fließendem Wasser abspülen. Vermeiden Sie jedoch ein langes Einweichen, da Pilze Wasser aufnehmen können. Das wirkt sich besonders beim anschließenden Braten auf die Konsistenz und die Röstaromen aus.

Nach dem Abspülen sollten Sie die Pilze deshalb gründlich abtrocknen und möglichst direkt weiterverarbeiten.

Tipp: Gerade Pfifferlinge können durch Erde und Waldreste stark verschmutzt sein. Nehmen Sie sich hier etwas Zeit und kontrollieren Sie jeden Pilz einzeln.

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Messer

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    Pilze braten: So werden sie schön aromatisch

    Eine große Pfanne mit gebratenen Pilzen gehört zu den Klassikern der Pilzsaison. Ob Pfifferlinge mit Zwiebeln und Petersilie, gebratene Steinpilze mit Butter oder eine gemischte Pilzpfanne – beim Braten entwickeln Pilze besonders intensive Röstaromen.

    Damit die Pilze schön gebräunt und nicht weich und wässrig werden, kommt es vor allem auf die richtige Hitze und genügend Platz in der Pfanne an.

    1. Putzen Sie die Pilze und schneiden Sie größere Exemplare in gleich große Stücke.
    2. Erhitzen Sie eine große Pfanne und geben Sie etwas Öl oder Butter hinein.
    3. Geben Sie die Pilze erst in die gut erhitzte Pfanne.
    4. Verteilen Sie sie möglichst locker, sodass sie nicht übereinanderliegen.
    5. Braten Sie die Pilze bei relativ hoher Hitze an und wenden Sie sie erst, wenn sie auf der Unterseite schön gebräunt sind.
    6. Würzen Sie anschließend mit Salz und Pfeffer und geben Sie nach Geschmack Zwiebeln, Knoblauch oder frische Kräuter dazu.

    Warum sollten Pilze nicht zu dicht liegen? Beim Erhitzen geben Pilze Wasser ab. In einer überfüllten Pfanne kann die Flüssigkeit nicht schnell genug verdampfen. Die Pilze dünsten dann eher, anstatt schöne Röstaromen zu entwickeln.

    Butter, Petersilie, Thymian und Knoblauch passen besonders gut zu gebratenen Pilzen. Ein kleiner Spritzer Zitronensaft kann das intensive Aroma zusätzlich abrunden.

    Welche Pilze eignen sich zum Braten?

    Die verschiedenen Speisepilze unterscheiden sich in Geschmack und Konsistenz – und genau das macht eine gemischte Pilzpfanne besonders interessant.

    • Pfifferlinge sind aromatisch und leicht pfeffrig. Sie schmecken gebraten besonders gut mit Butter, Zwiebeln und frischen Kräutern.
    • Steinpilze haben ein kräftiges, nussiges Aroma und eignen sich hervorragend zum Braten. Auch in Risotto und Pasta kommen sie gut zur Geltung.
    • Maronen sind typische Herbstpilze und lassen sich sowohl braten als auch für Soßen, Suppen und andere herzhafte Gerichte verwenden.
    • Champignons sind zwar keine klassischen Waldpilze, gehören aber zu den vielseitigsten Speisepilzen und können das ganze Jahr über verwendet werden.
    • Austernpilze und Kräuterseitlinge haben eine feste Konsistenz und lassen sich kräftig anbraten. Sie eignen sich besonders gut als Beilage oder für vegetarische Hauptgerichte.

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    Pilze im Airfryer zubereiten

    Sie möchten Ihre Pilzausbeute einmal anders zubereiten? Auch im Airfryer lassen sich Pilze unkompliziert und mit wenig Fett zubereiten. Die heiße Umluft sorgt für eine schön geröstete Oberfläche.

    Für etwa 250 g vorbereitete Pilze:

    • Pilze putzen und größere Exemplare halbieren oder vierteln.
    • Mit etwas Öl, Salz und Pfeffer vermischen.
    • Bei etwa 180 °C für 8–12 Minuten im Airfryer garen.
    • Zwischendurch den Korb schütteln, damit die Pilze gleichmäßig garen.

    Die genaue Garzeit hängt von der Pilzart, der Größe der Stücke und dem jeweiligen Gerät ab. Achten Sie darauf, den Korb nicht zu voll zu machen. Je mehr Platz die Pilze haben, desto besser können sie rösten.

    Lesen Sie hier weiter: Airfryer Guide: Tipps, Rezepte, Garzeiten & Reinigung

    Heißluftfritteusen

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      Pilze trocknen: So machen Sie Ihre Pilze haltbar

      Eine besonders gute Möglichkeit, die Pilzsaison zu verlängern, ist das Trocknen. So müssen Sie einen gut gefüllten Pilzkorb nicht innerhalb weniger Tage verarbeiten und können das Aroma Ihrer gesammelten Pilze noch lange genießen.

      Zum Trocknen eignen sich vor allem aromatische Pilze wie Steinpilze. Auch andere geeignete Speisepilze können auf diese Weise haltbar gemacht werden.

      Pilze im Dörrautomaten trocknen

      Ein Dörrautomat ist besonders praktisch, wenn Sie regelmäßig größere Mengen Pilze trocknen möchten. Die Pilze werden dabei gleichmäßig und kontrolliert getrocknet.

      1. Putzen Sie die Pilze gründlich und entfernen Sie alle sichtbaren Verschmutzungen.
      2. Schneiden Sie sie in möglichst gleichmäßige, dünne Scheiben.
      3. Verteilen Sie die Pilze so auf den Dörrgittern, dass sie sich möglichst nicht berühren.
      4. Trocknen Sie sie je nach Pilzart und Gerät bei etwa 40–60 °C.
      5. Lassen Sie die Pilze so lange trocknen, bis sie vollständig trocken und nicht mehr weich oder biegsam sind.

      Die genaue Dauer lässt sich nicht pauschal angeben. Größe, Dicke und Wassergehalt der Pilze spielen ebenso eine Rolle wie das verwendete Gerät.

      Pilze im Backofen trocknen

      Auch ohne Dörrautomat können Sie Pilze trocknen. Verteilen Sie die vorbereiteten Pilzscheiben auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech und trocknen Sie sie bei niedriger Temperatur. Lassen Sie die Backofentür einen Spalt geöffnet, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

      Wichtig: Unabhängig von der Methode müssen die Pilze vollständig durchgetrocknet sein. Bereits verbliebene Feuchtigkeit kann die Haltbarkeit beeinträchtigen und zur Schimmelbildung führen.

      Wie werden getrocknete Pilze aufbewahrt?

      Lassen Sie die getrockneten Pilze vollständig auskühlen und bewahren Sie sie anschließend trocken, dunkel und luftdicht auf. Ein gut verschlossenes Glas eignet sich dafür besonders gut.

      Kontrollieren Sie die Pilze vor der Verwendung auf Feuchtigkeit oder Veränderungen. Sobald sie feucht werden oder Anzeichen von Schimmel zeigen, sollten sie nicht mehr verwendet werden.

      Was kann man mit getrockneten Pilzen machen?

      Getrocknete Pilze sind nicht nur lange haltbar, sondern auch besonders aromatisch. Beim Trocknen intensiviert sich ihr Geschmack, weshalb schon kleine Mengen ausreichen, um Gerichten mehr Tiefe zu verleihen.

      Getrocknete Pilze können Sie beispielsweise:

      • für Pilzsoßen und Suppen verwenden
      • in Risotto oder Pasta geben
      • in Schmorgerichte und Eintöpfe geben
      • zu Gemüse- oder Reisgerichten hinzufügen
      • zu feinem Pilzpulver mahlen und zum Würzen verwenden

      Für viele Gerichte werden getrocknete Pilze zunächst in Wasser eingeweicht. Das aromatische Einweichwasser können Sie anschließend ebenfalls verwenden. Gießen Sie es vorher vorsichtig durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter, um eventuell verbliebene Sand- oder Schmutzpartikel zu entfernen.

      Lesen Sie hier weiter:

      Vorratsgläser

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        Pilze einfrieren: So verlängern Sie die Pilzsaison

        Nicht jede Pilzwanderung endet mit genau der Menge, die Sie am selben Tag verarbeiten können. Wenn der Pilzkorb besonders gut gefüllt ist, können Sie einen Teil der Ausbeute einfrieren und später verwenden.

        Für die beste Qualität sollten Pilze nicht einfach roh und unvorbereitet eingefroren werden. Bereiten Sie sie stattdessen zunächst vor und frieren Sie sie anschließend portionsweise ein.

        So können Sie Pilze einfrieren

        1. Putzen Sie die Pilze gründlich und schneiden Sie größere Exemplare in Stücke.
        2. Braten Sie die Pilze kurz in einer heißen Pfanne an oder blanchieren Sie sie.
        3. Lassen Sie sie vollständig abkühlen.
        4. Verpacken Sie die Pilze portionsweise und möglichst luftdicht.
        5. Frieren Sie sie bei etwa -18 °C ein.

        Portionen sind besonders praktisch, da Sie später genau die Menge entnehmen können, die Sie für ein Gericht benötigen.

        Beim Auftauen können Pilze etwas weicher werden und Flüssigkeit verlieren. Für Suppen, Soßen, Eintöpfe und andere warme Gerichte eignen sie sich trotzdem hervorragend. Je nach Rezept können Sie die gefrorenen Pilze auch direkt weiterverarbeiten.

        Pilze aufwärmen: Darf man Pilzgerichte wieder aufwärmen?

        Der alte Ratschlag, Pilze dürften grundsätzlich nicht wieder aufgewärmt werden, ist überholt. Entscheidend ist vielmehr, wie das Pilzgericht nach der Zubereitung gelagert wird.

        Wenn nach dem Abendessen noch etwas von der Pilzpfanne oder Pilzsoße übrig ist, sollten Sie das Gericht möglichst schnell abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren. Reste sollten zeitnah gegessen und beim Aufwärmen gründlich erhitzt werden.

        Beim Aufwärmen sollten Pilzgerichte vollständig heiß werden. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt, Speisen beim Wiedererwärmen für mindestens zwei Minuten auf 70 °C zu erhitzen.

        Wichtig: Lassen Sie zubereitete Pilzgerichte nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen und wärmen Sie möglichst nur die Menge auf, die Sie direkt essen möchten.

        Pilze sammeln: Was Sie beachten sollten

        Bevor es an die Zubereitung geht, steht beim Pilzesammeln die sichere Bestimmung an erster Stelle. Sammeln Sie nur Pilze, die Sie eindeutig als essbar erkennen. Einige giftige Pilze können essbaren Arten sehr ähnlich sehen.

        Wenn Sie sich bei einem Pilz nicht sicher sind, lassen Sie ihn stehen. Bei Unsicherheit können Sie Ihre Funde von einer Pilzberatungsstelle kontrollieren lassen.

        Auch beim Transport spielt die richtige Aufbewahrung eine Rolle. Ein luftiger Pilzkorb ist dafür besser geeignet als eine geschlossene Plastiktüte. So können die Pilze nach dem Sammeln nicht so leicht schwitzen und Druckstellen werden vermieden.

        Am besten verarbeiten Sie Ihre Pilze möglichst zeitnah nach dem Sammeln. So bleiben Aroma, Konsistenz und Qualität optimal erhalten.

        Pilze zubereiten und haltbar machen: Die wichtigsten Tipps

        Die Pilzsaison ist kurz – mit der richtigen Zubereitung und Lagerung lässt sich die Ausbeute aber weit darüber hinaus genießen.

        • Pilze putzen: Erde und Waldreste mit Bürste, Tuch oder Messer entfernen. Stark verschmutzte Pilze kurz abspülen und anschließend gut trocknen.
        • Pilze braten: Eine große, heiße Pfanne verwenden und die Pilze nicht zu dicht hineinlegen.
        • Pilze im Airfryer: Mit etwas Öl bei etwa 180 °C für 8–12 Minuten rösten.
        • Pilze trocknen: Dünn schneiden und vollständig trocknen. Anschließend luftdicht und trocken lagern.
        • Pilze einfrieren: Vor dem Einfrieren am besten kurz anbraten oder blanchieren und portionsweise verpacken.
        • Pilze aufwärmen: Zubereitete Pilzgerichte schnell abkühlen, im Kühlschrank lagern und beim Aufwärmen gründlich erhitzen.
        • Pilze sammeln: Nur eindeutig bestimmte Speisepilze mitnehmen und möglichst in einem luftigen Korb transportieren.

        So wird aus einem erfolgreichen Tag im Wald nicht nur ein leckeres Abendessen, sondern gleich ein kleiner Vorrat für die kommenden Wochen und Monate.

        Lesen Sie hier weiter:

        Anja Wahnig
        Autorin
        KitchenTime, ein Teil von Nordic Nest AB (Registernr. 556628-1597) Stämpelvägen 3, SE-394 70 Kalmar, Schweden